Remote, New Work, Home-Office

Agiles Arbeiten leicht gemacht: Wir teilen unsere Erfahrungen aus dem Home Office und geben Tipps für gelungene Remote Arbeit.

Momentan befindet sich die Welt im Ausnahmezustand. Die meisten haben schon, wenn möglich, ihre Arbeit nach Hause verlegt und meistern nun die Herausforderungen der Heimarbeit während gleichzeitig vielleicht noch Kinder bespaßt oder unterrichtet werden. Doch wie arbeite ich denn am besten von Zuhause aus? Worauf muss ich achten?

Herausforderung: Agiles Arbeiten

Während die einen noch auf der Suche nach ihrem VPN-Zugang für ihren Laptop sind, den sie bisher nie bis selten verwendet haben, sitzen andere morgens bereits entspannt mit ihren dampfenden Tassen vor ihren Bildschirmen und begrüßen ihr Team mit einem freundlichen “Moin” im Team-Channel. Und los geht der, auch in diesen Zeiten, ganz normale Arbeitstag – für uns Nerds.

Da wir die individuelle Freiheit schätzen und möglichst wenig einschränken möchten, haben wir Arbeitsstrukturen geschaffen und etabliert, die es uns ermöglichen, kurzfristig überall unser Büro einzurichten und mit unseren Kolleg:innen gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Klar fehlt mal ein Kabel oder der Router spinnt - irgendwas ist ja immer - aber alles in allem kommen wir im Home-Office (HO) sehr gut zurecht. Einige von uns sind gern mal, Micha sogar immer, im HO. Die Freiheit, Leben und Arbeit miteinander zu verbinden, sei es der Kinder oder Hunde wegen oder einfach nur der Abwechslung zu liebe, genießen wir sehr. Rolf und Yvonne fühlten sich zwischenzeitig sogar in Japan und Südafrika so “zuhause”, dass sie für einige Wochen von dort aus arbeiteten. Ansonsten sitzen wir aber am liebsten mit den Kolleg:innen im Büro und arbeiten nur ab und zu in den heimischen vier Wänden. Bis jetzt.

Im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen sind wir, was Heimarbeit betrifft, gut aufgestellt. Und obwohl man schon seit geraumer Zeit immer häufiger von Remote Arbeit, Home-Office oder New Work hört und liest, wurden die meisten von der jetzigen Situation überrascht und sind nicht auf eine derartig agile Arbeitsweise vorbereitet. New Work scheint zwar bereits in aller Munde, doch ist leider oftmals noch nicht in der Praxis angekommen.

Remote arbeiten - was benötige ich dazu und was kostet es?

Abgesehen von den vordergründigen Problemen, wie Mangel an Hardware oder Telefonanlagen, die einem im HO wenig nützen, beschäftigen wir uns mit spezifischen, individuellen Fragen, da jedes Unternehmen, jedes Team, individuelle Arbeitsweisen etabliert hat, die es nun zeitnah zu “übersetzen” gilt. Wer jetzt im Home-Office gut aufgestellt sein möchte, kann sich gern vertrauensvoll mit Fragen und gezielten Vorstellungen zur individuellen Heimarbeits-Lösung an uns wenden.

Aufgrund der derzeitigen Corona-Pandemie hat das BMWi bereits das Leistungssprektrum von go-digital, einer Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, bei der kleine und mittelständische Unternehmen bei der Umsetzung von digitalen Projekten staatlich gefördert werden, erweitert und fördert neben der Digitalisierung von Prozessen, nun auch IT-Dienstleistungen zur Einrichtung von Home-Office-Plätzen. Es gibt also bereits finanzielle Unterstützung für diese große Aufgabe und wir kümmern uns gern für Euch um alles Formelle.

Generell sollten zunächst gewisse Grundvoraussetzungen für den agilen Arbeitsplatz geschaffen werden, wie z.B.

  • Hardware: Laptops/Rechner, Bildschirme, Tastatur, Maus, ggf. Headsets/Kopfhörer etc.
  • Software-Lizenzen für diverse Zwecke wie z.B. Video- und Telefonmeetings, Ressourcenplanung, Chat, Austausch von Dokumenten, CRM
  • Organisatorisches: wie ist der Tagesablauf?, wie sind Meetings strukturiert?, wie kommunizieren wir miteinander und mit unseren Kunden? wie kommen wir an unsere Unterlagen ran? etc.
  • Rechtliches: Was muss ich bezüglich der DSGVO beachten, wenn die Mitarbeiter remote arbeiten? Im Zweifel fragt Euren Datenschutzbeauftragten.

Was sonst noch wichtig ist

Ein fester Tagesablauf mit Pausen
Am besten legt Ihr eine bestimmte Routine fest, damit alle den momentanen Tagesablauf kennen und so eine Art Normalität entsteht. So haben wir beispielsweise eingeführt, dass wir uns morgens kurz an- und bei Feierabend im Team-Channel auch wieder abmelden. Auch wenn wir afk (away from keyboard) sind oder kurz essen, teilen wir das den anderen mit. Man kann aber auch mit einem morgendlichen Meeting gemeinsam in den Tag starten, um leichter in den Arbeitsmodus zu gelangen. Lasst uns zusammen herausfinden, was für Euch am besten passt. Und vergesst Eure Pausen nicht, esst zum Beispiel nicht am Bildschirm oder nehmt Euch zwischendurch ein paar Minuten für eine Quick-Yoga-Session (wie unsere Yvonne) oder eine Runde mit dem Hund.

Öfter mal schnacken
Obwohl wir HO-erprobt sind, müssen auch wir uns mit dieser neuen Situation noch arrangieren, denn wir schnacken gern mal und vermissen das Miteinander schon jetzt. Wer mag, kommt bei uns jetzt einfach ein paar Minuten früher in das nächste Videomeeting und kann dann noch mit anderen Frühankömmlingen quatschen - fast wie im Konfi - und sich über die neuesten virtuellen Bildschirmhintergründe amüsieren. Wahlweise könnte man auch die Frequenz kurzer Meetings erhöhen, um sich öfter zu sehen. Besonders empfehlenswert ist es außerdem, einfach mal vor der Kamera gemeinsam zu kochen oder Kaffee zu trinken, während man sich unterhält.

Darüber hinaus richtet Ihr am besten gleich einen Chat-Channel für den Klönschnack, Flurfunk oder wie auch immer Ihr ihn nennen möchtet mit ein, und fordert und fördert den Austausch zu Themen abseits der Arbeit. In einem Thread haben wir beispielsweise mal überlegt, was die jetzige Situation auch Gutes bringen kann.

Haushalt erledigen während der Arbeitszeit
Das wohl bekannteste Hindernis bei der Heimarbeit ist der Haushalt. Einige können einfach besser im Büro arbeiten, da dort nicht die Wäsche ruft oder der Staubsauger winkt. Für diesen inneren Konflikt gibt es leider keine Pauschallösung. Man beachte aber: Die Wäsche und der Staubsauger warten sonst auch geduldig bis nach Feierabend. Vielleicht tut ein schwungvoller Tanz mit dem Staubsauger nach einem langen Meeting ja auch mal ganz gut.

Spaß haben!
Auch wenn anfangs vieles chaotisch erscheint, ist diese Zeit doch auch eine Chance, sich für die Zukunft gut aufzustellen. Habt Spaß daran, neue Tools und Technologien auszuprobieren und freut Euch auf eine abwechslungsreiche Zeit im Home-Office.

Unser Fazit nach der ersten Wochen Zwangs-Home-Office: Gemischt, doch wir sind insgesamt positiv gestimmt. So kurze Arbeitswege hat man sonst schließlich selten und ab und zu mit dem Laptop im Bett liegen hat auch was – macht allerdings auf Dauer Rückenschmerzen. Also, lasst den Abwasch und den Staubsauger stehen. Quatscht ruhig mal mit den anderen – das würdet Ihr ja sonst auch, aber vor allem, bleibt gesund!

Und wenn Ihr Euch fragt, was für Euer Team gerade und zukunftsweisend sinnvoll und notwendig ist, beraten wir Euch natürlich gern – remote.