“Digital jetzt”-Förderung

Das BMWi hat Anfang Juli die Förderung “Digital jetzt” gestartet. Kleine und mittlere Unternehmen mit 3–499 Mitarbeitenden, einschließlich des Handwerks und der freien Berufe, können bei dieser Initiative Zuschüsse von bis zu 70% für Investitionen erhalten.

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Das Förderprogramm unterstützt KMU und Handwerk bei deren Digitalisierungsvorhaben und bezuschusst darüber hinaus auch die Weiterbildung der Mitarbeiter:innen in eben diesen neuen digitalen Technologien, um sich gut für die Zukunft aufzustellen.

Was wird konkret gefördert?

Investition in digitale Technologien

Anschaffung von neuer Hard- und Software, um die Vernetzung in- und extern zu fördern, wie beispielsweise

  • datengetriebene Geschäftsmodelle
  • Künstliche Intelligenz
  • Cloud-Anwendungen
  • Big-Data
  • Einsatz von Hardware
  • IT-Sicherheit und Datenschutz

Investition in die Qualifizierung der Mitarbeitenden

Aus- und Fortbildung in den (neuen) digitalen Technologien, z.B. Weiterbildungsmaßnahmen

  • zur Digitalen Transformationen
  • im Bereich der Digitalen Strategie
  • in digitalen Technologien
  • in IT-Sicherheit und Datenschutz
  • zu digitalen Basiskompetenzen

Ihr könnt wahlweise nur eines der Module oder auch beide in Anspruch nehmen. Werden beide Module in Anspruch genommen, müssen diese nicht unbedingt inhaltlich zusammenhängen.

Wie hoch ist die „Digital jetzt“ Förderung?

Die maximale Fördersumme für Einzelunternehmen liegt bei 50.000 EUR, welche sich aber auf 100.000,00 EUR pro Antragsteller für Investitionen von Unternehmen in Wertschöpfungsketten und -netzwerken erhöht.

Im Modul 1 beträgt die Untergrenze für die beantragte Fördersumme 17.000 EUR. Diese Summe gilt auch, wenn Ihr beide Module wählt. Die Untergrenze für das Modul 2 liegt währenddessen bei 3.000 EUR.

Wie hoch die Förderung genau ausfällt, ist nach der Größe Eures Unternehmens gestaffelt. Wer aber innerhalb des ersten Jahres, also bis zum 30. Juni 2021, seinen Antrag einreicht, erhält eine 10% höhere Förderung als die Anträge, die ab dem 01. Juli 2021 eingehen.

Mit­arbeitendeAnträge bis 30.06.2021Anträge ab 01.07.2021
bis 5050 % Förderung40 % Förderung
bis 25045 % Förderung35 % Förderung
bis 49940 % Förderung30 % Förderung

Außerdem können folgende Unternehmen von einer erhöhten Förderquote profitieren und Bonusprozentpunkte erhalten:

  • KMU aus strukturschwachen Regionen1 (+10 Prozentpunkte)
  • Betriebe mit Investitionsvorhaben in die eigene IT-Sicherheit /Datenschutz (+5 Prozentpunkte)
  • Unternehmen, die innerhalb bestehender Wertschöpfungsnetzwerke Geschäftsmodelle (+5 Prozentpunkte) erschließen.

Erfüllt Ihr alle drei genannten Punkte, steigt die Förderquote um insgesamt 20% und Euer Unternehmen kann so bis zu 70% Förderung erhalten.

Welche Voraussetzungen gibt es?

Euer Unternehmen befindet sich in Deutschland und hat 3–499 Mitarbeitende

Ihr habt einen Digitalisierungsplan erarbeitet, um die Förderung zu erhalten

Ihr habt zum Zeitpunkt der Antragstellung/Bewilligung noch nicht mit dem Digitalisierungsvorhaben begonnen

Eure De minimis-Förderung der letzten 3 Jahre lag nicht über 200.000 Euro2

Wie wird die Förderung beantragt?

Das Onlineportal, über welches Ihr für Euer Unternehmen über ein elektronisches Antragsformular den Förderantrag stellen könnt, ist ab dem 7. September 2020 auf der Seite des BMWi verfügbar.
Die Förderung muss jedes Unternehmen selbst beantragen. Bei der Erstellung Eures Antrags sowie des dazugehörigen Digitalisierungsplans unterstützen wir Euch aber natürlich gern.

Bitte achtet außerdem darauf, dass Ihr noch nicht mit den Digitalisierungsvorhaben begonnen habt, die Ihr fördern lassen möchtet. Es sind nur Vorhaben förderfähig, die zum Zeitpunkt der Bewilligung noch nicht begonnen wurden.

Der Digitalisierungsplan

Eine weitere Voraussetzung für die Förderung ist die Vorlage eines Digitalisierungsplans. Dort sollt Ihr Euer Digitalisierungsvorhaben genauer beschreiben und besondere Punkte hervorheben. Dazu gehören beispielsweise die Art und Anzahl der Fortbildungen oder die Effekte innerhalb des Unternehmens, die Ihr durch die digitalen Neuerungen erzielen möchtet. Solltet Ihr Fragen dazu haben oder Unterstützung bei der Erstellung Eures Digitalisierungsplans benötigen, sprecht uns gern an.

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Fußnoten

1 — Eine Übersicht der strukturschwachen Regionen nach Digital jetzt, findet Ihr hier.

2 — „Bei der De-minimis-Regelung darf der Gesamtbetrag der einem Unternehmen von einem Mitgliedstaat der EU gewährten De-minimis-Beihilfen innerhalb eines fließenden Zeitraums von drei Steuerjahren den Betrag von 200.000 Euro nicht überschreiten (bei Unternehmen des gewerblichen Güterverkehrs 100.000 €). Die bisherigen De-minimis-Beihilfen des beratenen Unternehmens einschließlich der verbundenen Unternehmen müssen bei der Antragstellung im Förderprogramm go-digital angegeben werden. (Rechtsgrundlage VO (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18. Dezember 2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU auf De-minimis-Beihilfen. (ABl. L 352 vom 24.12.2013, S 1)).“ Quelle